Ritalin

Archiv

Denken im Schleudergang


Foto: Mariesol Fumy www.jugendfotos.de
Wenn vor einer Prüfung einfach nichts mehr ins Hirn gehen will, helfen viele Schüler nach. Ritalin heißt das Mittel, das eigentlich zur Behandlung von Menschen mit Hyperaktivitätsstörung benutzt wird und das bei Gesunden die KOnzentrationsfähigkeit steigert. Dadurch ist es möglich, länger zu lernen und bessere Noten zu bekommen. Die Nebenwirkungen sind zahlreich: Wachstumsverzögerungen, Ängste, Agression, Herzrasen uvm. Infolge des Leistungsdrucks, der durch die Schule, die Eltern oder den Ausbildungsmarkt besteht, nehmen viele Ritalin-Konsumenten diese Begleiterscheinungen in Kauf. Doch ist man dann immer noch man selbst? Welches Selbstbewusstsein stellt sich auf Dauer ein, wenn man nur unter Drogen erfolgreich sein kann? Und wie sieht es mit der Fairness gegenüber anderen Schülern aus? Ritalin erzeugt einen Tunnelblick, so dass man zwar mehr lernen, aber weniger damit anfangen kann - ein impulsives Lernstoff-Erbrechen. Gegen solche Übelkeit hilft der ehrliche Umgang mit und ein gesundes Vertrauen zum eigenen Ich.

(cb) 2010